Baubiene


Wer stört?


Ja natürlich bin ich beschäftigt. Was denkt Ihr denn?


Nun gut, aber nur ganz kurz.


Ich bin acht Tage alt und eine der vielen Baubienen hier.

Das Wachs zum Bauen machen wir selbst. Dafür haben wir hinten extra vier Wachsdrüsen, an denen wir flüssiges Wachs ausschwitzen. An der Luft wird das Wachs fest und weiß. Wenn wir das Wachs mit dem Oberkiefer kneten, nimmt es Öle aus den Pollen auf, und dann wird es so gelb wie Ihr es kennt.


Wachs machen ist sehr anstrengend. Um ein Kilogramm Wachs zu machen verbrauchen wir zusammen ungefähr sechs Kilogramm (!) Honig. Gut, dass unser Mensch uns schon die vorgeprägten Bauwände gibt, auf denen wir die Zellen weiterbauen können. Sonst wäre alles noch viel anstrengender.


Ich baue mit meinen Schwestern also die Zellen. Für Nektar und Honig, Futterpollen für unsere Babys und natürlich für unsere Baby selbst.


Alle Zellen sehen gleich aus. Größere Zellen bauen wir im Frühling und im Sommer zumeist in einem Rahmen, der keine Bauwand enthält. In diese Zellen legt die Königin dann unbefruchtete Eier. Daraus werden dann die Männchen oder Drohnen, die ja größer sind und deshalb viel mehr Platz brauchen.


Aber jetzt haltet mich nicht weiter auf. Die Königin legt jeden Tag 2.000 Eier. Wenn sie kommt, müssen die Zellen fertig sein


Ihr seht also, ich hab‘ zu tun.





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